Als Energievertrieb wird der Handel mit verschiedenen Energieformen auf dem Energiemarkt verstanden. Vertriebspartner sorgen dabei dafür, dass Privat- oder Großkunden mit den gewünschten Energieträgern beliefert werden.

eCalo Energievertrieb

Inhaltsverzeichnis

    1. Definition des Energievertriebs
    2. Welche Bereiche deckt der Energievertrieb ab?
    3. Welche Unterschiede gibt es im Energievertrieb zwischen Privat und Gewerblich?
    4. Wohin entwickelt sich der Energievertrieb?
    5. Welche Aufgaben haben Vertriebspartner im Energievertrieb?
    6. Welche Provisionen sind im Energievertrieb üblich?
    7. Welche Strategien gibt es für den Energievertrieb?
    8. Wie sehen Softwarelösungen für den Energievertrieb aus?
    9. Was bedeutet die Lastganganalyse im Energievertrieb?

Definition des Energievertriebs

Beim Energievertrieb, auch Energiehandel genannt, handelt es sich um den Handel von verschiedenen Arten der Energie auf dem Markt. Wie viel die einzelnen Energieformen wert sind, hängt von Angebot und Nachfrage sowie den Merkmalen des entsprechenden Stoffes ab. Der Energievertrieb ist mit folgenden Energieträgern möglich: Strom, Holz, Braunkohle, Steinkohle, Erdöl und Erdgas. Immer mehr Anbieter sind dabei mittlerweile auf dem Markt zu finden. Aus diesem Grund ist es für Vertriebspartner ganz besonders wichtig, eine geeignete Strategie zu finden, um neue Kunden für sich zu gewinnen und gleichzeitig Bestandskunden weiterhin an sich zu binden.

Welche Bereiche deckt der Energievertrieb ab?

Der Energiehandel beziehungsweise Energievertrieb ist mit unterschiedlichen Energieträgern möglich und deckt damit folgende Bereiche ab: Strom, Holz, Braunkohle, Steinkohle, Erdöl und Erdgas. Strom und Erdgas zählen dabei zu den wichtigsten Bereichen der Energiebranche. Vertriebspartner sind daher vor allem in den Bereichen Strom und Gas tätig. Allein etwa 40 Millionen Haushalte in Deutschland beziehen Strom, 20 Millionen zusätzlich dabei auch noch Gas, so dass es sich um ein lohnendes Geschäft mit viel Zukunftspotenzial handelt.

Endkunden ist es der Neuordnung der Energiewirtschaft zufolge möglich, sich ihren Energieversorger selbst auszuwählen. Zwar werden sie über das Netz des ortsansässigen Verteilnetzbetreibers beliefert, allerdings ist die eigene Wahl eines entsprechenden Stromversorgers hierbei möglich. Das bietet zahlreiche Vorteile. Der entschiedenste ist jedoch, dass Kunden so für sich den kostengünstigsten Energieversorger wählen können, der am besten zu ihren Bedürfnissen und Wünschen passt.

Das sieht beim Erdgas jedoch anders aus. Dieses wird in Deutschland schon seit den 70ern nicht mehr zur Stromerzeugung genutzt. Abnehmer finden sich jedoch in der Automobilbranche, in Kraftwerken oder zur Heizung in Industrie und Haushalten. Erdgas unterliegt dabei einer Oligol- beziehungsweise Monopolstruktur, da eine Förderung von Seiten von lediglich 15 Ländern vorliegt.

Welche Unterschiede gibt es im Energievertrieb zwischen Privat und Gewerblich?

Unter dem Begriff Gewerbestrom wird verstanden, dass Energieversorger Unternehmen mit Strom versorgen. Privatstrom hingegen bedeutet, dass Privatkunden beliefert werden. Vor allem industrielle Unternehmen zählen zu den größten Abnehmern des Gewerbestroms. Aus diesem Grund wird auch die Bezeichnung Industriestrom als eine Unterkategorie von Gewerbestrom genutzt. Hierbei ist es möglich, durch entsprechende Stromtarife die individuellen Bedürfnisse der Unternehmen zu berücksichtigen.

Die Unterscheidung zwischen privatem und gewerblichem Energievertrieb ist besonders auf Grundlage des Verbrauchs, der Konditionen und damit auch der Zusammensetzung der Preise wichtig. Gewerbevertriebe haben in der Regel nämlich einen deutlich höheren Energieverbrauch als Privathaushalte. Während bei Gewerbebetrieben ein Verbrauch bis 10.000.000 kWh normal ist, ist es bei privaten Haushalten nur rund 1.000 bis 5.000 kWh jährlich. Doch auch die Abnahmezeiten sind entscheidend, also zu welchen Tageszeiten Strom verbraucht wird. Strom wird für Gewerbekunden dabei zu einem Sondertarif angeboten, der speziell für das entsprechende Unternehmen errichtet wird. Dieser Preis ist dabei in der Regel günstiger als der, den Privatkunden üblicherweise erhalten. Allerdings gibt es natürlich entsprechend große Unterschiede zwischen den verschiedenen Stromanbietern, so dass sich ein Vergleich für Kunden immer lohnt.

Gewerbestrompreise setzen sich ähnlich wie bei privaten Haushalten zu 24 Prozent aus der Leistung des Energieanbieters, zu 48 Prozent aus Staatlichen Steuern und Umlagen und zu 28 Prozent aus Netzentgelten des Netzbetreibers zusammen. Es kann allerdings auch sein, dass der Anteil der Steuern und Umlagen auf 15 bis 30 Prozent sinkt, da es entsprechende Sonderreglungen für Gewerbekunden gibt. Bei Privathaushalten betragen die Steuern und Umlagen hingegen häufig bis zu 50 Prozent. Verhältnismäßig steigt also hierbei der Anteil des Energieanbieters bei Gewerbekunden, so dass es also nur umso wichtiger ist, verschiedene Anbieter und damit auch Preise zu vergleichen.

Sowohl bei privaten Haushalten als auch bei Gewerbekunden wird der Stromverbrauch über einen Zähler erfasst und einmal jährlich abgelesen. Allerdings buchen private Kunden in der Regel einen standardmäßigen Tarif und bezahlen damit jeden Monat eine entsprechende Pauschale. Nachdem zum Jahresende hin der Stromverbrauch abgerechnet wird, entscheidet sich, ob eine Nachzahlung fällig ist oder ob der Kunde sogar einen Betrag ausgezahlt bekommt.

Bei Unternehmen mit einem hohen Stromverbrauch gestaltet sich das jedoch etwas anders. Hierbei findet die Messung des Lastgangs über eine registrierte Leitungsmessung statt. Bei dieser Methode werden alle 15 Minuten die entsprechenden Verbrauchswerte an den Verteilungsnetzbetreiber gesendet. Die übermittelten Werte sind dann die Grundlage für die monatliche Abrechnung des Stroms, die dem tatsächlichen Verbrauch entsprechend ist.

Wohin entwickelt sich der Energievertrieb?

Die Energiewirtschaft befindet sich bereits seit einigen Jahren im Umbruch. Doch auch innerhalb der nächsten Jahre wird der Energievertrieb einige Wandlungen durchmachen. Dafür gibt es zahlreiche Gründe: Rechtliche Rahmenbedingungen verändern sich im Laufe der Zeit, genauso wie auch das Konsumentenbewusstsein, das sich immer mehr verstärkt. Das digitale Zeitalter schafft dabei außerdem Software-Lösungen, die sowohl Kunden als auch Energiehändlern zahlreiche Vorteile bieten. Im Gegensatz dazu fordern der wachsende Anteil an Energieversorgern und damit Konkurrenten bereits vorhandene Anbieter zu einem Wettbewerb heraus. Auf diese Weise bildet sich ein ganz neues, komplexes Energie-Ökosystem. Verbraucherportale machen es Kunden dabei immer einfacher, neue Anbieter zu finden und ihren Energieversorger damit zu wechseln.

Der Begriff der Digitalisierung beherrscht dabei momentan verschiedene Diskussionen rund um die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen. Gerade in der Energiewirtschaft ist das Thema dabei so wichtig wie in kaum einer anderen Branche. Digitale Geschäftsmodelle sind in der Zukunft dabei nahezu unverzichtbar, um als Energieversorger neue Kunden auf sich aufmerksam zu machen und bereits vorhandene Kunden an sich zu halten. Aus diesem Grund lohnt es sich, sich mit verschiedenen Strategien der Digitalisierung und damit verbundenen Softwarelösungen auseinanderzusetzen. So ist eine Interaktion für beide Seiten zeit- und ortsunabhängig möglich und bietet somit eine flexible Möglichkeit der Kommunikation.

Welche Aufgaben haben Vertriebspartner im Energievertrieb?

Die Aufgabe von Vertriebspartnern ist es, Gewerbe- und Privatkunden zu beraten. In einem persönlichen Gespräch vor Ort oder auch in einem Videochat wird hierbei unter der Berücksichtigung der Wünsche des Kunden der entsprechende Bedarf ermittelt und so ein Tarif ausgewählt. Im Zuge des Gesprächs werden offene Fragen geklärt und Anleitungen für einen erfolgreichen Wechsel gegeben. Im Endeffekt soll so ein Tarif gefunden werden, der optimal auf die Bedürfnisse des Kunden abgestimmt ist und perfekt zu ihm passt. Neben der Gewinnung von neuen Kunden ist jedoch auch die Betreuung von bereits vorhandenen Kunden ein wichtiges Aufgabengebiet von Vertriebspartnern. Zufriedene Kunden sorgen dabei im besten Fall für eine Weiterempfehlung.

Welche Provisionen sind im Energievertrieb üblich?

Der Energievertrieb ist in Deutschland noch nicht besonders strak ausgeprägt, wächst im Laufe der Jahre aber immer stärker an. Dafür gibt es gute Gründe: Vermittler erhalten in der Regel hohe Provisionen, müssen dafür jedoch vergleichsweise wenig tun. Wer in den Energievertrieb einsteigen will, braucht dafür auch kein spezielles Studium und auch keine besondere Ausbildung. In der Regel kann jeder in diesen Handel einsteigen, der sich für den Vertrieb von Energie interessiert und hier seine großen Zukunftschancen wittert. Der Verdienst ist dabei auch überdurchschnittlich hoch: Wer als Energiemakler von Strom und Gas tätig ist, kann damit sehr gut leben, auch wenn diese Tätigkeit hauptberuflich ausgeübt wird. Wer sich seiner Verdienstchancen zunächst unsicher ist, kann dabei auch nebenberuflich mit dem Vertrieb von Energie anfangen und gegebenenfalls zu einem späteren Zeitpunkt auf eine Vollzeittätigkeit aufstocken.

Die Höhe der Provisionen richtet sich immer nach der Vermittlung des Vertrags. Außerdem kommt es darauf an, ob es sich um Privat- oder um Gewerbekunden handelt. Die Provision für die Vermittlung eines privaten Kunden liegt in der Regel bei durchschnittlich 50 bis 130 Euro. Ein pauschaler Betrag lässt sich hierbei nur schwer nennen, da es unter anderem immer darauf ankommt, wie viel der Kunde verbraucht, in welcher Region er sich wohnt und welcher Tarif gewählt wird. Bei Gewerbekunden ist die Provision jedoch meist weitaus höher: Hier kann im besten Fall mit bis zu 1.500 pro Euro pro Vermittlung gerechnet werden. Mindestens gibt es für eine Vermittlung dieser Art etwa 300 Euro. Hier ist es also möglich, mit nur wenigen Kunden für den Monat ausgesorgt zu haben. Zusätzlich kann ein passives Einkommen aufgebaut werden. Da jeder Energievertriebspartner jedes Jahr eine Folgeprovision erhält, kann er sich auf diese Weise mit dem richtigen Aufbau eines Teams ein Einkommen sichern, ohne viel dafür tun zu müssen.

Welche Strategien gibt es für den Energievertrieb?

Um sich gegenüber anderen Wettbewerbern durchzusetzen und Kunden dazu anzuregen, über einen Wechsel des Energieversorgers nachzudenken, ist es für Vertriebspartner umso wichtiger, sich eine entsprechende Strategie zu überlegen. Diese hilft ihnen dabei, sich erfolgreich auf dem Markt zu etablieren. Ein wichtiger Teil dieser Strategie ist dabei die Kommunikation. In einem persönlichen Gespräch gelingt es nämlich am besten, Kunden zu überzeugen und für sich zu gewinnen. Auf diese Weise wird nicht nur Vertrauen von Seiten der Kunden aufgebaut, sondern Fragen und Wünsche können so direkt geklärt werden. Gerade Kunden, die befürchten auf einen unseriösen Anbieter zu stoßen, gewinnen so an Sicherheit. Zudem erhalten Kunden eine direkte Anleitung, wie ein Wechsel am besten durchzuführen ist, was es ihnen vereinfacht, diesen Schritt durchzuführen und sie dabei motiviert.

Im Zeitalter der Digitalisierung ist ein kompetenter Internetauftritt von Seiten der Energiepartner immer wichtiger. Mit der entsprechenden Plattform und erfolgreichen SEO-Maßnahmen können Energievertriebe auf diese Weise einfach neue Kunden auf sich aufmerksam machen und sich gegenüber der Konkurrenz durchsetzen. Eine gut strukturierte und einladende Webseite weckt dabei das Interesse von Kunden und klärt alle wichtigen Fragen vorab. Um möglichst viele Kunden auf sich aufmerksam zu machen, kann das Leistungsangebot dabei auf verschiedenen Portalen und Plattformen platziert werden. Diese Werbemaßnahmen sollten dabei jedoch nicht nur die Preisgestaltung aufgreifen, sondern auch die unterschiedlichen Serviceleistungen, die Vertragslaufzeit sowie die Preisgarantie offenlegen.

Neben der Kommunikation und dem Internetauftritt sind auch Kooperationen besonders hilfreich, um Kunden auf Einsparpotenzial aufmerksam zu machen und sie zu einem Wechsel anzuregen. Diese können beispielsweise über einen Discounter oder jegliche andere Geschäfte ablaufen. Wichtig hierbei ist, dass alle Angebote so transparent wie möglich für die Kunden gemacht werden. Nur so werden Energieanbieter nämlich als seriös wahrgenommen.

Wie sehen Softwarelösungen für den Energievertrieb aus?

Intelligente Softwarelösungen für den Energievertrieb werden im Laufe der Zeit immer wichtiger, sowohl für private Kunden als auch für Gewerbekunden. Ein digitaler Service ist damit heutzutage unumgänglich. Hierbei können Kunden ganz einfach von zu Hause oder jedem anderen beliebigen Ort mit nur wenigen Klicks Tarife buchen. Per Video-Chat lassen sich so Fragen und Probleme ganz einfach und individuell beheben. Auf diese Weise genießen Kunden höchstmögliche Flexibilität. Doch nicht nur für Kunden ist diese Art des Services lohnend: Auch Vertriebspartner selbst profitieren davon. So lassen sich durch Softwarelösungen mehrere Vertriebsgespräche mit potenziellen Kunden abhalten. Da die Anfahrtswege somit wegfallen und mehr Zeit für Beratungsgespräche bleibt, ist das deutlich effizienter. Auch Formulare können auf diese Weise einfach über das Internet übermittelt werden. Damit sprechen Energievertriebe vor allem auch eine jüngere Zielgruppe an, die viel Wert auf flexible Online-Beratungen legen.

Online-Softwarelösungen haben den weiteren Vorteil, dass der Kontakt zwischen Kunde und Vertreiber so auch bei größeren Entfernungen und Ortswechseln problemlos möglich ist. Eine entsprechende Beratung ist so nämlich jederzeit orts- und zeitunabhängig möglich. Das sorgt wiederum für größere Zufriedenheit auf beiden Seiten.

Was bedeutet die Lastganganalyse im Energievertrieb?

Unter einem HPFC Lastgang wird die Dokumentation aller abgenommenen elektrischen Leistungen in einem vorher festgelegten Zeitraum verstanden. Dieser Lastgang kann dabei in der Regel kostenfrei vom entsprechenden Energieversorger angefordert werden und bietet damit einen Überblick über den Verbrauch und die Kosten. Das betrifft dabei im Normalfall jedoch nur Abnahmestellen mit einem Energieverbrauch von mehr als 100.000 kWh pro Jahr. Diese werden mit einem lastgangfähigen Stromzähler ausgestattet, der die Daten an den Energievertrieb im Abstand von 15 Minuten übermittelt. Diese Messungen helfen dabei, den Energieverbrauch auszuwerten und bieten damit die Möglichkeit, den Tarif entsprechend anzupassen.